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  • Magnus Kallinger

Barcelona, Spanien

Magnus Kallinger, Master-Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen


Ich habe mein Auslandspraktikum von April - September 2021 am Catalonia Institute for Energy Research (IREC) gemacht. Den Kontakt habe ich durch meine vorherige Werk-studententätigkeit erhalten. Hat man sich fristgerecht für das Erasmus+ Programm beworben und die Zusage der HAW Hamburg erhalten, so passiert danach erst einmal lange Zeit nichts. Erst im Frühjahr 2021 kann man seine Bewerbungsunterlagen im Mobility-Online-Portal hochladen. Auf der Seite der HAW Hamburg steht, dass sie sich vorbehalten, die endgültige Zusage zu geben. Mir erschien es aber eher wie eine Formalität, die Unterlagen einzureichen, als dass zu dem Zeitpunkt wirklich noch darüber entschieden wurde. Zu den geforderten Unterlagen, aber auch zum Bewerbungsprozess und anderen wichtigen Informationen für Erasmusstudierende kann man ausreichend Informationen im Internet finden. Es wird unter Anderem eine Auslandskranken-, Unfall- und Haftpflichtversicherung gefordert. Da kann ich die Versicherung des DAAD empfehlen, die Kosten belaufen sich auf 38€ im Monat. Untergekommen bin ich bei Freunden.

Für einen längeren Aufenthalt mit Arbeitsvertrag und für den Beitritt in die spanische Sozialversicherung muss man einen Termin bei der Polizei machen, um sich als EU-Bürger im Ausland zu melden. Dafür sollte man aber früh einen Termin machen, am besten schon von zu Hause aus, denn man wartet einige Wochen bis Monate darauf. Ich habe die NIE Nummer (die bekommt man, wenn man sich dort meldet) fast immer gebraucht, z.B. bei Autoverleihern oder beim Bewerben um die katalonische Gesundheitskarte. In Barcelona ist das Leben sehr offen. Ich habe so zufällig viele meiner Freunde in Barcelona kennengelernt.

Die Arbeit hat sehr viel Spaß gemacht, man wurde gefördert aber eben auch gefordert. Eine 37.5 Stunden Woche war die Regel und gerade in Zeiten von COVID-19 gab es immer die freie Wahl im Homeoffice zu arbeiten. Freitags ging meine Arbeitszeit immer nur bis 14 Uhr. Meistens bin ich mit dem Fahrrad zur Arbeit gefahren, das hat ca. 30 Minuten gedauert. In Barcelona gibt es sonst aber auch viele Cafés mit WLAN und Steckdosen, in denen man gut seine Aufgaben erledigen kann, wenn einem die Decke im Homeoffice auf den Kopf fällt. Da wird auch nicht gemeckert, wenn man sich innerhalb von zwei Stunden nur einen Milchkaffee bestellt. Die Arbeitsatmosphäre ist sehr akademisch geprägt. Ich konnte wirklich viel Neues und Spannendes lernen.



Ich würde euch empfehlen eine Wohnung im Zentrum von Barcelona zu suchen, da dort viel los ist und ihr am Ende nicht viel Zeit in den Öffis verbringen müsst. Quasi alle Aktivitäten finden in Barcelona statt, sodass einem nicht langweilig wird. Außerdem kommt man mit den Öffis auch nachts gut rum, was das Nachtleben nicht einschränkt. Ich habe sehr zentral gewohnt, in der Nachbarschaft San Antoni. Auch sehr schön sind El Born, das Gotische Viertel und viele junge Leute leben auch in Eixample. Gracia soll auch sehr schön sein, ist jedoch etwas weiter weg von der Innenstadt und dem Strand. Eher nicht zu empfehlen ist Raval oder Barceloneta, da dort viel geklaut wird.

Ich habe mir als Fahrkarte immer eine T-mensual geholt. Diese gilt für 10 Fahrten und kostet ca. 11 Euro. Mit dem Ticket kann man innerhalb von Barcelona fahren und man kann Ausflüge um Barcelona herum machen z.B. zu schönen Stränden.

Die Mieten waren ganz unterschiedlich. Sie lagen zwischen 350-500 Euro für ein relativ kleines/normales Zimmer, je nachdem, wie zentral man lebt und wie viel Glück man hat.


Ich würde euch auf jeden Fall empfehlen, die Gegend um Barcelona (Landesinnere und Costa Brava) zu erkunden. Es werden oft mehrere Ausflüge ins Umland von Barcelona angeboten. Man kann zum Beispiel an Strände, Wasserfälle oder in schöne Städte fahren. Partys (v. A. Open Airs) sind auch sehr zu empfehlen. Wenn man, wie ich gerne ein wenig mehr von Spanien sehen möchte, dann hier noch ein paar Tipps: Autos kann man recht kostengünstig mehrere Tage mit einigen Freunden mieten. Ich war so in Valencia und an der Costa Brava. Sonst kann man auch vieles günstig mit diversen Fernbusunternehmen erreichen. Für Wanderfreudige gibt es in der Nähe den Wanderweg GR92. Auf dem kommt man an wirklich schönen und teilweise menschenleeren Buchten entlang. Der Weg eignet sich auch gut für Wanderanfänger. Sehr schön ist zum Beispiel die Strecke zwischen Begur und Calella de Palafrugell, sowie zwischen Calella de Palafrugell und Palamos.


Ich habe in dem Auslandspraktikum viele neue Freunde aus der ganzen Welt gefunden, die mir hoffentlich fürs Leben bleiben werden. Ich habe unheimlich viel von Spanien/Katalonien sehen können, da auch Zeit zum Reisen blieb – wenn ihr die Chance habt, dann kann ich euch nur empfehlen, es genauso zu machen. Aber auch Barcelona selbst ist einfach die perfekte Kombination aus Großstadt, Strand, Meer und Bergen. Man muss wirklich nicht weit mit Zug oder Fernbus fahren und ist schon in einer wundervollen Landschaft zum Wandern. Das war mir vorher gar nicht so bewusst. Ich habe meine Wahl keine Sekunde bereut und würde sie jedem weiterempfehlen.


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